Papst bittet seine Diener zur Kasse

Britische katholische Kirche will Millionen-Kosten des Papstbesuchs wieder eintreiben

Noch immer zu wenig Gold angehäuft? Oder einfach zu hohe Zahlungen an missbrauchte Kinder?

Bereits Mitte Juli hatten Zeitungen über Pläne berichtet, wonach eine Teilnahme an der Seligsprechung von Kardinal John Henry Newman (1801-1890) am 19. September in Birmingham mit umgerechnet 30 Euro pro Teilnehmer zu Buche schlagen könnte. Für eine abendliche Andacht mit dem Papst im Londoner Hyde Park seien Tickets für zwölf Euro zu erwerben.

Pfarren wollen Tickets zurückgeben

Die Beträge sollen den Berichten zufolge im Voraus von den jeweiligen Pfarren für die Teilnehmer aus ihrem Sprengel bezahlt werden. Angesichts der jetzt bekanntgewordenen Eintrittspreise überlegen angeblich bereits die ersten Gemeinden, einen Teil der bereits vorreservierten Karten aus finanziellen Gründen wieder zurückzugeben. Andernfalls kämen auf einzelne Pfarren Kosten in Höhe von umgerechnet fast 12.000 Euro zu.

Millionenkosten

Mit dem Geld will die katholische Kirche eigenen Angaben zufolge einen Teil der Kosten des Papstbesuchs von schätzungsweise 8,3 Millionen Euro wieder auffangen. Alle Teilnehmer der Gottesdienste sollen jedoch ein Pilgerpaket mit Ausweis, Gebetbuch, CD, Fahrausweis und Erste-Hilfe-Set erhalten.
Unterdessen erhoffen sich die von Benedikt XVI. besuchten Orte zusätzliche Einnahmen. So rechnet die Stadt Glasgow den Medienberichten zufolge mit einem wirtschaftlichen Gewinn von umgerechnet rund fünf Millionen Euro.
Benedikt XVI. wird vom 16. bis 19. September Großbritannien besuchen. Bei der Reise handelt es sich um den ersten Staatsbesuch eines Papstes in Großbritannien. Johannes Paul II. war 1982 lediglich zu einer Pastoralvisite in das Vereinigte Königreich gekommen. Auf dem Programm stehen auch Begegnungen mit der englischen Königin Elizabeth II., führenden Politikern des Landes und Vertretern der anglikanischen Kirche von England. (APA)

Quelle: derstandard.at

Tja, die massenhaften Klagen wegen sexuellem Missbrauch an Kindern, gehen auch am Vatikan nicht spurlos vorbei. Da muss dann der „(Un)Gläubige“ für sein „seelisches Wohl“ schon mal kräftig in die Tasche greifen. Es braucht dann auch keinen zu wundern, wenn schon bald wieder für das „Vergeben“ der Sünden abkassiert wird – bekannt ist es ja allemal in der Geschichte der katholischen Kirche.

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