Ramadaan Mubaarak – Wir wünschen euch einen gesegneten Ramadaan

Bismillah walhamdulillah wassalaatu wassalaamu ala rasulillah amma baad:

Wir beglückwünschen alle Geschwister im Islam zum Ramadaanbeginn.

Ramadaan Mubaarak inschaAllah

Im Folgenden wollen wir euch zwei Artikel präsentieren über diesen gesegneten Monat.

Umm Habiiba hat euch die folgenden Beiträge von der Seite http://www.islam-qa.com/en von Sheikh Muhammed Saalih al-Munadschidd übersetzt. Möge Allah sie belohnen.

Hier könnt ihr euch diesen Artikel und noch einige andere über Ramadaan, kompakt als Word-Datei, runterladen.


Der Muslim im Ramadan

Gepriesen sei Allah.

Allah sagt (ungefähre Bedeutung):

Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur’aan als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung (zwischen richtig und falsch). Wer also von euch in dem Monat zugegen ist, der muss in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten) – Allah will es euch leicht, Er will es euch nicht schwer machen – damit ihr die Frist vollendet und Allah rühmt [d.h. den Takbir sprecht (Allahu Akbar: Allah ist der Größte)], dass Er euch geleitet hat. Vielleicht werdet ihr dankbar sein.“
(Baqarah 2/185)

Dieser gesegnete Monat ist eine großartige Gelegenheit für Tugendhaftigkeit, Barakah (Segnung), Anbetung und Gehorsam gegenüber Allah.

Es ist ein großartiger Monat, eine edle Zeit, ein Monat in dem Hasanaat (Belohnungen für gute Taten) vervielfacht werden und in welchem das Begehen von Sayi’aat (schlechten Taten) schwerwiegender als in anderen Zeiten ist. Die Tore des Paradieses sind geöffnet und die Tore der Hölle sind verschlossen, und die Reue und Umkehr des Sünders zu Allah, wird angenommen.

Es ist ein Monat dessen Beginn Gnade, dessen Mitte Vergebung und dessen Ende die Errettung vor dem Höllenfeuer ist.

Deshalb danke Ihm für diese Zeit der Güte und Segnungen, die Er dir geschenkt hat. Und danke ihm dafür, dass er dich auserwählt hat, die Mittel zur Großzügigkeit und verschiedenen Arten großartiger Segnungen, zu erlangen. Mache das Beste aus dieser gesegneten Zeit, indem du sie mit Taten der Anbetung verbringst und mit dem unterlassen der Dinge die Haraam sind, auf dass du in dieser Welt ein gutes Leben erlangst und Freude nach dem Tod.

Denn für den aufrichtigen Gläubigen, ist jeder Monat ein Anlass zur Anbetung und sein ganzes Leben ist dem Gehorsam gegenüber Allah gewidmet. Doch im Monat Ramadaan hat er noch viel mehr Beweggründe Gutes zu tun und sein Herz ist noch mehr auf die Anbetung fixiert, und er wendet sich noch mehr seinem Herrn zu als sonst.

Bei Seiner Gnade, unser freigiebiger Herr gewährt seine Großzügigkeit den fastenden Gläubigen und vermehrt die Belohnung für sie, zu diesem gesegneten Anlass. So gibt Er reichlich und belohnt großzügig für die rechtschaffenen Taten.

Die Zeit geht so schnell vorbei, Tage vergehen so schnell als wären sie bloße Momente. Gerade eben empfingen wir den Monat Ramadaan, dann verabschiedeten wir uns von ihm, und nur kurze Zeit verging und wir heißen Ramadaan abermals willkommen. Deshalb sollten wir uns beeilen, gute Taten in diesem Monat zu verrichten und uns anstrengen, diesen Monat mit dem zu füllen, mit dem Allah zufrieden ist und mit dem, was uns helfen wird am Tag, an dem wir Ihm begegnen werden.

Wie können wir uns auf Ramadaan vorbereiten?

  1. Wir können uns auf Ramadaan vorbereiten, indem wir mit uns selbst abrechnen (eine Art Bilanz ziehen) und unsere Schwächen hinsichtlich der Erfüllung der Shahaadatain erkennen, und unsere Schwächen hinsichtlich der Erfüllung unserer Pflichten, oder unsere Schwäche uns von Begierden und Zweifel fernzuhalten in die wir vielleicht gefallen sind….Wir sollten uns selbst „gerade biegen“, sodass wir im Ramadaan einen höheren Grad an Glauben erreichen. Denn Glaube steigt und sinkt. Er steigt durch den Gehorsam gegenüber Allah und sinkt durch Ungehorsam und Sünde. Der erste Akt des Gehorsams, den eine Person erfüllen muss ist es, ein wahrer Diener Allahs zu sein und überzeugt zu sein, dass es nichts gibt dass mit Recht angebetet wird außer Allah, sodass er jegliche Art der Anbetung einzig und allein Allah widmet und Allah nichts und niemanden in der Anbetung beigesellt. Jeder von uns muss erkennen, dass was auch immer einen trifft ihn nicht verfehlen konnte, und was auch immer ihn verfehlt in niemals treffen konnte, und dass alles mit dem Willen und der Bestimmung Allahs geschieht.
    Wir sollten alles vermeiden was unsere Bestrebungen hinsichtlich der
    Shahaadatain untergräbt. Dies bedeutet sich von Bid’ah (Erneuerungen in der Religion) und Dingen die in die Religion eingeführt wurden, fernzuhalten. Wir müssen außerdem dem Prinzip von al-Walaa’ wal-Bara’ (Loyalität und Freundschaft im Gegensatz zu Verleugnung Und Feindschaft) folgen, indem wir die Gläubigen zu unseren Freunden nehmen, im Gegenzug die Kuffar und Heuchler als Feinde betrachten, und uns freuen wenn die Muslime einen Sieg über ihre Feinde erlangen. Wir sollten dem Beispiel des Propheten (Frieden und Segen Allahs auf ihm) und seiner Gefährten folgen und an der Sunnah des Propheten (Frieden und Segen auf ihm) festhalten, sowie an dem Weg der rechtgeleiteten Kalifen die nach ihm (Frieden und Segen auf ihm) kamen. Wir sollten die Sunnah lieben sowie diejenigen, die an ihr festhalten und sie verteidigen, in welchem Land auch immer diejenigen sind, und welche Farbe oder Nationalität sie auch immer haben.
  2. Danach sollten wir mit uns selbst abrechnen, und unsere Schwächen bzw. Unzulänglichkeiten in der Verrichtung der Anbetung erkennen, wie beispielsweise das Beten in der Gemeinschaft, das Gedenken Allahs (Dhikr), das Beachten der Rechte der Nachbarn, Verwandten und der Muslime, das Verbreiten des Salam-Grußes, das Gute gebieten und das Schlechte verbieten, sich gegenseitig anzuhalten der Wahrheit zu folgen und dabei geduldig und standhaft zu sein, geduldig sein im Vermeiden schlechter Taten sowie im Verrichten guter Taten, und die Bestimmung Allahs mit Geduld zu akzeptieren.
  3. Danach kommt die Abrechnung unserer selbst bezüglich unserer Sünden und dem Folgen von Begierden und Gelüsten. Wir sollten uns selbst davon abhalten auf ihnen (Sünden, Gelüste, Begierden) zu beharren, obgleich die Sünde groß oder klein ist, obgleich es eine Sünde der Augen ist, indem man etwas ansieht was verboten ist, obgleich es das Hören von Musik, oder das Gehen zu Dingen ist, die Allah nicht gestattet hat, oder obgleich man mit seinen Händen etwas in einer Art und Weise angreift, mit der Allah nicht zufrieden ist ( d.h. indem man jemandem Unrecht zufügt). Oder indem man Dinge verzehrt, die Allah verboten hat, wie Riba (Zins) und Bestechung, oder jegliche andere Art das Vermögen der Leute ohne Recht zu verzehren.

Wir sollten niemals vergessen, dass Allah während des Tages Seine Hand ausstreckt um die Reue derjenigen anzunehmen, die in der Nacht gesündigt haben, und dass Er Seine Hand in der Nacht ausstreckt, um die Reue derjenigen anzunehmen, die während des Tages gesündigt haben.

Allah sagt (ungefähre Bedeutung: )

Und eilt zur Vergebung von eurem Herrn und zu einem Paradies, dessen Breite (wie) die Himmel und die Erde ist, vorbereitet für die Muttaquun (die Gottesfürchtigen)
Es sind diejenigen, die sowohl im Wohlstand als auch in der Not spenden (für Allah’s Sache), ihren Zorn unterdrücken und den Menschen verzeihen – und ALLAH liebt die Muhsinuun (die Gutes-Tuenden).
Und diejenigen, wenn sie eine Faahishah (unerlaubter Geschlechtsverkehr) begangen haben, oder sich selbst Unrecht zugefügt haben, Allahs gedenken und dann für ihre Sünden um Vergebung bitten- und keiner vergibt die Sünden außer Allah – und (die) nicht auf dem (Unrecht) beharren was sie getan haben, wo sie doch wissen.
Der Lohn jener, ist Vergebung von ihrem Herrn und Gärten, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben. Und wie vorzüglich ist der Lohn derer, die handeln. (die rechtschaffene Taten gemäß Allah’s Anordnung verrichten)“

(Ali Imran 3/133-136)

Sprich: O Meine Diener, die ihr gegen euch selbst maßlos gewesen seid (Indem sie schlechte Taten und Sünden begehen)! Verzweifelt nicht an Allahs Barmherzigkeit, denn Allah vergibt alle Sünden; Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.
(Al-Zumar 39/53)

Wer Böses tut oder sich selbst Unrecht zufügt und hierauf Allah um Vergebung bittet, der wird Allah Allvergebend, Barmherzig finden“
(al-Nisa’ 4/110)

Indem wir mit uns selbst abrechnen, bereuen, und um Vergebung bitten – genau auf diese Art und Weise sollten wir den Ramadaan willkommen heißen. „Der gescheite Mann ist derjenige, der mit sich selbst abrechnet, und danach strebt, das zu tun, was ihm nach dem Tod nützen wird, und der Hilflose ist derjenige, der seinen Launen und Begierden folgt, und sich mit Wunschdenken beschäftigt.“ (In der Annahme, dass Allah ihm vergibt, ungeachtet dessen was er tut, und dass er es nicht notwendig hat, sich zu guten Taten zu bemühen.)

Der Monat Ramadaan ist der Monat großartiger Gewinne und Erträge. Der gescheite Händler ist derjenige, der das Beste aus besonderen Gelegenheiten herausholt, um seine Erträge zu steigern. Holt also das Beste aus diesem Monat heraus, indem ihr viele Taten der Anbetung verrichtet, besonders häufig betet, Qur’aan lest, Leuten verzeiht, gütig zu anderen seid, und den Armen Almosen gebt.

Im Monat Ramadan sind die Tore des Paradieses geöffnet, und die Tore der Hölle verschlossen. Die Teufel sind in Ketten gelegt und ein Rufer ruft jede Nacht: „O Sucher des Guten geh weiter, O Sucher des Schlechten, unterlasse es!“

Also, O Diener Allahs, seid von den Leuten des Guten, dem Pfad eurer rechtschaffenen Vorfahren folgend, welche von der Sunnah eures Propheten (Frieden und Segen Allahs auf ihm) geleitet waren, auf das wir den Ramadaan mit der Vergebung unserer Sünden und der Annahme unserer rechtschaffenen Taten, beenden.

Wir sollten erkennen, dass der Monat Ramadaan der bester aller Monate ist.

Ibn al-Qayyim sagte:

Ein anderes Beispiel davon, d.h.: den Unterscheidungen zwischen den Dingen die Allah erschaffen hat- ist die Tatsache, dass der Monat Ramadaan allen anderen Monate überlegen ist, und die letzten zehn Nächte, allen anderen Nächten überlegen sind. Zaad al-Ma’aad, 1/56

Dieser Monat ist anderen in 4 Dingen überlegen:

  1. In ihm gibt es die beste Nacht des ganzen Jahres, welche Laylat al-Qadr ist. Allah sagt (ungefähre Bedeutung):
    „Wahrlich, wir haben ihn (diesen Qur’aan) in der Nacht von Al-Qadr (Bestimmung) herabgesandt.
    Und was lässt dich wissen, was die Nacht von Al-Qadr (Bestimmung) ist?
    Die Nacht von al-Qadr (Bestimmung) ist besser als tausend Monate. (d.h.: Allah in dieser Nacht anzubeten ist besser als Ihn tausend Monate anzubeten, d.h.: 83 Jahre und 4 Monate)
    Es kommen die Engel und der Geist [Jibril (Gabriel)] in ihr mit der Erlaubnis ihres Herrn, mit allen Angelegenheiten herab.
    Frieden (und Güte von Allah zu Seinen gläubigen Dienern) ist sie (die ganze Nacht) bis zum Anbruch der Morgendämmerung.“

    (al-Qadar 97/1-5)
    Die Anbetung in dieser Nacht ist also besser als die Anbetung für tausend Monate.
  2. In diesem Monat wurde das Beste aller Bücher, dem Besten aller Propheten (Frieden und Segen Allahs auf ihm) offenbart. Allah sagt (ungefähre Bedeutung): “Der Monat Ramadan, in dem der Qur’aan als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung (zwischen richtig und falsch)“
    (al-Baqarah 2/185)
    Wir haben es (diesen Qur’aan) wahrlich in einer gesegneten Nacht herabgesandt [(d.h.: die Nacht von al Qadr) im Monat Ramadan – der 9. Monat des islamischen Kalenders] – Wir haben ja (die Menschen) immer wieder gewarnt (dass Unsere Strafe diejenigen erreichen wird, die nicht an Unsere Einzigkeit in der Herrschaft und Unsere Einzigkeit in der Anbetung geglaubt haben.
    In der (dieser Nacht) jede weise Angelegenheit einzeln entschieden wird.
    Als ein Befehl (oder dieser Qur’aan oder die Bestimmung jeder Angelegenheit) von Uns aus. Wahrlich, wir haben ja immer wieder gesandt (die Gesandten)“

    (Dukhan 44/3-5)
    Es wird bei Ahmed und bei al-Tabaraani in al-Mu’jam al Kabiir berichtet, dass Waathilah ibn al Asqa’ (Möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: Der Gesandte Allahs (Frieden und Segen Allahs auf ihm) sagte: „Die Schriften von Ibrahim wurden am 1. des Monats Ramadan herabgesandt. Die Thora wurde am 6. Ramadaan herabgesandt. Das Injil (Envangelium) wurde am 13. Ramadaan herabgesandt. Der Sabuur wurde am 18. Ramadann herabgesandt und der Qur’aan wurde am 24. Ramadaan herabgesandt.“

    Eingestuft als hasan von al-Albaani in al-Silsilah al-Saheehah, 1575.

  3. In diesem Monat sind die Tore des Paradieses geöffnet und die Tore der Hölle verschlossen, und die Teufel sind angekettet. Es wird von Abu Hurairah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtet, dass der Gesandte Allahs (Frieden und Segen Allahs auf ihm) sagte: „Wenn Ramadaan kommt, sind die Tore des Paradieses geöffnet und die Tore der Hölle geschlossen, und die Teufel sind in Ketten gelegt.“ (Bukhari und Muslim)Al-Nasaa’i berichtet von Abu Hurairah, dass der Gesandte Allahs (Frieden und Segen Allahs auf ihm) sagte: „Wenn Ramadaan kommt, sind die Tore der Barmherzigkeit geöffnet und die Tore der Hölle geschlossen, und die Teufel sind in Ketten gelegt.“ Eingestuft als sahih von al-Albaani in Sahih al-Jaami’, 471 Al-Tirmidhi, Ibn Maajah und Ibn Khuzaymah erzählen in einem Bericht: „Wenn die erste Nacht des Monats Ramadaan kommt, werden die Teufel und die rebellischen Dschinn angekettet und die Tore der Hölle geschlossen, und kein einziges Tor bleibt geöffnet. Die Tore des Paradieses werden geöffnet und kein einziges Tor bleibt geschlossen. Und ein Rufer ruft: „O Sucher des Guten geh weiter, O Sucher des Schlechten, unterlasse es! Und Allah hat diejenigen, die er aus dem Feuer errettet, und dies passiert jede Nacht. Eingestuft als Hasan von al-Albaani in Sahih al-Jaami’, 759.Wenn nun gefragt wird: „Wie kommt es dass wir viele schlechte Taten und Sünden sehen, die im Ramadaan begangen werden; denn wenn die Teufel angekettet wären, so würde dies ja nicht passieren?“Die Antwort ist, dass schlechte Taten bei denjenigen weniger werden, die die Voraussetzungen und Regeln des Fastens befolgen.
    Oder, dass die, welche angekettet sind, manche der Teufel sind- nämlich die Aufrührerischen – nicht alle von ihnen.
    Oder, was gemeint ist, ist dass Schlechtes im Ramadaan verringert wird, welches eine erwiesene Tatsache ist. Wenn Schlechtes in dieser Zeit passiert, so ist es noch immer geringer als in anderen Zeiten. Auch wenn alle von ihnen (den Teufeln) angekettet sind, so bedeutet das nicht unweigerlich, dass nichts Böses oder keine Sünde passiert. Denn für diese Dinge gibt es noch andere Ursachen neben den Teufeln, nämlich die schlechten Seelen, schlechte Angewohnheiten und die Teufel unter den Menschen.
    Al-Fath 4/145.
  4. Es gibt im Ramadaan viele Arten der Anbetung, von denen einige nicht zu anderen Zeiten verrichtet werden, wie das Fasten, Qiyaam zu beten, die Armen zu speisen, I’tikaaf, Sadaqah, und Qur’aan zu lesen.

Ich bitte Allah, den Erhabenen, den Allmächtigen, uns allen zu helfen dies zu tun, und uns zu helfen zu fasten und Qiyaam zu beten, Taten der Anbetung zu verrichten, und Schlechtes zu vermeiden. Gepriesen sei Allah, der Herr der Welten.

Islam Q&A

Der Grund warum das Fasten vorgeschrieben ist

Was ist der Grund warum das Fasten vorgeschrieben ist?

Gepriesen sei Allah.

Zuerst müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass einer der Namen Allah’s, al-Hakiim ist (der Weise). Das Wort Hakiim kommt von der gleichen Wurzel wie Hukm (Urteil, Anordnung) und Hikmah (Weisheit). Allah alleine ist derjenige der Anordnungen aufstellt, und Seine Anordnungen sind am weisesten und perfektesten.

Zweitens:

Allah schreibt keine Anordnung vor, ohne dass dahinter eine große Weisheit steckt, die wir entweder verstehen können, oder aber unser Verstand ist nicht dafür bestimmt es zu verstehen. Wir können vielleicht etwas davon verstehen, aber ein großer Teil davon ist vor uns verborgen.

Drittens:

Allah hat den Grund erwähnt, warum Er uns das Fasten auferlegt hat, wie Er sagt (ungefähre Bedeutung):

O ihr die ihr glaubt! As-Sawm (das Fasten) ist euch vorgeschrieben, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf das ihr al-Muttaquun (die Gottesfürchtigen) werdet.“
(al-Baqarah 2/183)

Das Fasten ist ein Mittel umTaqwa (Gottesfurcht, Frömmigkeit, sich über Allah bewusst sein)zu erlangen, und Taqwa bedeutet, dass zu tun was Allah vorgeschrieben hat und dem was Er verboten hat aus dem Weg zu gehen.

Das Fasten ist eines der stärksten Mittel, die einem helfen, die Befehle im Islam zu erfüllen.

Die Gelehrten (Möge Allah barmherzig mit ihnen sein) haben einige Gründe erwähnt, warum das Fasten vorgeschrieben ist. Gründe, welche allesamt wiederum Eigenschaften der Taqwa sind. Doch es ist nichts dabei sie hier zu zitieren, um die Aufmerksamkeit der Fastenden auf sie (diese Eigenschaften) zu lenken und damit sie bestrebt sind, sie zu erlangen.

Von den Gründen hinter dem Fasten sind:

  1. Fasten ist ein Mittel, damit wir zu schätzen und für die Genüsse zu danken lernen. Denn Fasten bedeutet Essen, Trinken und Geschlechtsverkehr aufzugeben, welche von den größten Genüssen sind. Wenn wir sie für eine kurze Zeit aufgeben, so fangen wir an deren Wert zu würdigen. Denn die Segnungen Allah’s werden nicht erkannt – erst wenn du dich ihrer enthältst, beginnst du sie zu erkennen, sodann motiviert es dich dafür dankbar zu sein.
  2. Das Fasten ist ein Mittel um Dinge die haraam sind aufzugeben. Denn wenn jemand Dinge aufgeben kann die halaal sind, um Allah zu gefallen und aus Angst vor Seiner schmerzhaften Strafe, so wird er sich wahrscheinlich noch eher von Dingen fernhalten können, die haraam sind. Deshalb ist das Fasten ein Mittel um die Dinge zu vermeiden, die Allah verboten hat.
  3. Das Fasten ermöglicht uns unsere Begierden zu steuern, denn wenn jemand satt ist, steigt seine Begierde, wenn er aber hungrig ist, werden seine Begierden schwach. Deshalb sagte der Prophet (Frieden und Segen Allahs auf ihm): „O ihr jungen Männer, wer von euch die Mittel hat zu heiraten, so lasst es ihn tun, denn es ist wirkungsvoller hinsichtlich dem Senken des Blickes und der Bewahrung der Keuschheit. Und wer auch immer nicht dazu in der Lage ist , so lasst ihn fasten, denn dies wird für ihn ein Schutzschild sein.“
  4. Das Fasten lässt uns Erbarmen, Mitleid und Einfühlungsvermögen gegenüber den Armen empfinden. Denn wenn der Fastende für eine Weile den Schmerz des Hungers kostet, so erinnert er sich an diejenigen die ständig in dieser Situation sind. So wird er sich beeilen ihnen Güte zu erweisen und ihnen gegenüber Erbarmen zu zeigen. Deshalb ist das Fasten ein Mittel um mit den Armen zu fühlen.
  5. Das Fasten erniedrigt und schwächt den Shaytaan; es mildert die Wirkung seiner Einflüsterungen (waswaas) auf jemanden und verringert dessen Sünden. Dies ist so weil der Shaytaan „durch den Sohn Adam’s wie Blut fließt“, wie der Prophet (Frieden und Segen Allahs auf ihm) sagte. Doch das Fasten verengt die Gänge durch die der Shaytaan fließt, deshalb vermindert sich sein Einfluss.Shaykh al-Islam sagte in Majmoo’ al-Fataawa, 25/246:Zweifellos wird das Blut durch Essen und Trinken erzeugt. Wenn also eine Person isst und trinkt, so werden die Gänge durch die der Teufel fließt – welches das Blut ist – weiter. Doch wenn eine Person fastet, so werden die Gänge durch die der Teufel fließt enger, dadurch sind die Herzen motiviert gute Taten zu verrichten, und schlechte Taten aufzugeben.

  6. Der Fastende trainiert sich selbst, sich daran zu erinnern, dass Allah immer zusieht. So unterlässt er Dinge die er begehrt, obwohl er sie nehmen könnte, weil er weiß dass Allah ihn sieht.
  7. Fasten bedeutet eine Art Entsagung gegenüber dieser Welt und ihren Begierden zu entwickeln, und nach dem zu Streben, was bei Allah ist.
  8. Es lässt den Muslim sich an die Verrichtung einer Vielzahl an Taten der Anbetung gewöhnen, denn der Fastende verrichtet für gewöhnlich mehr Taten der Anbetung und gewöhnt sich daran.

Dies sind einige der Gründe warum das Fasten auferlegt wurde. Wir bitten Allah uns zu helfen sie zu vollbringen und Ihn so wie es richtig ist anzubeten.

Und Allah weiß es am Besten

Siehe Tafsir al-Sa’di, S. 116; Ibn al-Qayyim’s Fußnoten bez. al-Rawd al-Murabba’, 3/344; al-Mawsoo’ah al-Fiqhiyyah, 28/9.

Islam Q & A

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3 Antworten

  1. Ramadaan Mubaarak inschaAllah

    Baarakallahu fiikum wa dschazaakumullahu khairan

  2. Bismillah walhamdulillah wassalaatu wassalaamu ala rasulillah :

    Ramadaan Mubaarak inschaAllah
    Baarakallahu fiikum wa dschazaakumullahu khairan

  3. barak allahu feek für den schönen Artikel ukhti! Möge Allah awj diesen Ramadan zu einem Segen für die Muslime machen amin

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