Bei so viel Scheinheiligkeit und Heuchelei möchte man am liebsten Erbrechen!

USA und Europa gegen schnelle Ablösung Mubaraks

Merkel und Clinton bei der Sicherheitskonferenz in München

Clinton und Merkel für Vize-Präsident Suleiman: Vorbereitung einer Wahl braucht Zeit

München/Kairo – Die USA und Europa nehmen Abstand von einer schnellen Ablösung des ägyptischen Machthabers Husni Mubarak. US-Außenministerin Hillary Clinton und Bundeskanzlerin Angela Merkel warnten am Samstag bei der Münchener Sicherheitskonferenz vor einem überstürzten Vorgehen. Die Vorbereitung einer Wahl und die Entwicklung neuer Strukturen brauche Zeit, sagte Merkel und verwies dabei auf die Erfahrungen mit dem politischen Umbruch zum Ende der DDR. […]

Suleiman soll Übergang regeln

Die USA und Europa stellen sich offenbar eine Übergangsphase vor, in der der 74-jährige Geheimdienstmann Suleiman die Geschäfte führt, einen Kompromiss mit der Opposition erzielt und Wahlen vorbereitet, bis Mubaraks Amtszeit offiziell im September endet. „Es ist wichtig, den Übergangsprozess zu unterstützen, den die faktisch vom jetzigen Vize-Präsidenten Omar Suleiman geführte Regierung angekündigt hat“, sagte Clinton.

Die ganz schnelle Wahl als Beginn eines Demokratisierungsprozesses halte ich für falsch“, betonte auch Merkel. „Wenn als erstes gewählt wird, haben neue Strukturen keine Chance“. Nach Clintons Worten müssen zunächst die staatlichen Institutionen gestärkt, ein unabhängiges Rechtssystem aufgebaut und eine freie Presse erlaubt werden. „Ich glaube nicht, dass wir die Weltprobleme lösen, wenn wir einen Schalter umlegen oder Wahlen abhalten„, sagte der britische Premierminister David Cameron. […]

Während der Übergangszeit könne Mubarak einen längeren medizinischen Aufenthalt in Deutschland einlegen oder sich in sein Ferienhaus im Badeort Scharm el Scheich am Roten Meer zurückziehen, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf amerikanische und ägyptische Regierungskreise. Eine solche Lösung ermögliche dem 82-Jährigen einen Abgang in Würde. […]

Merkel betonte, Deutschland und Europa stünden auf der Seite der Reformer in Ägypten. „Wer sind wir, wenn wir nicht sagen, dass wir an der Seite dieser Menschen stehen“, sagte sie. Es sei eine Pflicht der westlichen Regierungen, sich für Werte wie Presse- und Meinungsfreiheit einzusetzen. „Es gibt wieder Bilder von Menschen, die sich etwas trauen, die ihre Angst ablegen, Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen.“ In der Achtung zentraler Rechte von Menschen dürfe es keine Kompromisse geben. DerStandard

Ich weiß nicht wen genau sie damit täuschen wollen, aber alhamdulillah sogar viele Nichtmuslime schütteln bei so viel Doppelmoral den Kopf. Hier ein paar Leser-Postings zu diesem Artikel, erschienen im Standard:

Sahin’s Schmalzlocke schreibt:
US-Außenministerin Hillary Clinton und Bundeskanzlerin Angela Merkel warnten am Samstag bei der Münchener Sicherheitskonferenz vor einem überstürzten Vorgehen. Komischweise hat das bei SADDAM keiner behauptet.
THE MGT schreibt:
Na, da bangen nun wohl, neben den Kleptokraten in Ägypten selbst, auch deren Geschäftspartner in Europa und den USA um ihr Geld bzw. eine bislang gut kontrollierte Einnahmequelle. Ein paar Monate Zeit für einen „geregelten“ Übergang sind sicher hilfreich, um „neue Strukturen“ aufzubauen, also ein paar Gesichter auszutauschen, aber die darunterliegende Struktur zu schützen.[…]
Norbert Fortelny schreibt:
Was solls? Unser Mann in Ägypten wird halt durch einen anderen ersetzt. Pharaonen kommen und gehen aber die Armee bleibt bestehen.

Eine Armee deren Führung in den USA ausgebildet ist deren Waffen Entwicklungshilfe aus den USA sind und der die halbe ägyptische Wirtschaft gehört.
Demokratie? Nicht für die Blossfüßigen in einer strategisch wichtigen Gegend.

Mubarak ist jetzt nur mehr eine Ablenkung,[…]

Manfred Maier schreibt:
30 JAHRE haben sie den blutigen diktator gestützt……!!!!!!!

…..und diese jämmerlichen figuren sprechen von „geordnetem übergang“, von „risiken“……
schade, dass diese doppelzüngigen scheinheiligen nicht die risiken tragen müssen, welche ihr diktator den ägyptern 30 jahre zumutete.
die USA und ihre satelliten sind – nicht erst seit ägypten – schlicht disqualifiert in fragen demokratie und menschenrechte.
geteert und gefedert gehörten sie, diese demurkraten ohne gewissen.

rs55ef schreibt:
Wie weit muss die westliche Moral noch sinken?

Wenn es nur einigermaßen stimmt, dass Mubarak und sein Clan viele Milliarden Euros aus dem Land Ägypten ausgesogen hat, dann kann man nur den Kopf schütteln und sich über die westliche Politik wundern, die einem korrupten Diktator einen Abgang in Würde ermöglichen will.
Es ist einfach unerträglich!!!!!

Wörtherseefähre Potemkin schreibt:
Wird interessant, wie Hillary und Angela…

… das ägyptische Volk von ihren großartigen Zukunftsplänen für die barfüßigen Heiden zu überzeugen gedenken. Eigentlich unerhört, man stelle sich vor, es würde in unseren Ländern eine größere, von der breiten Bevölkerung getragene politische Umwälzung stattfinden. Und dann kämen Politiker aus Arabien, Indien oder China daher und wollen bestimmen. Über so viel Arroganz kann man nur den Kopf schütteln.

Noch dazu, wo die letzten wohlmeinenden „Weichenstellungen“ des Westens in anderen Ländern in Katastrophen, ganz besonders für die betroffene Bevölkerung endeten.

Ahmed Ibrahim schreibt:

wenn Merkel und Clinton die ägyptischen Volksangelegenheiten mitbestimmen könnenwarum geben sie nicht jedem Ägypter ohne Ausnahme sowohl die deutsche als auch die amerikanische Staatbürgerschaft. das ist logisch und nachvollziehbar, wenn die Regierende von Deutschen und Amerikaner auch die Ägypter mitregieren wollen.

jhau schreibt:
Die USA setzen dabei zunehmend auf Mubaraks Vize-Präsidenten Omar Suleiman

Dieser Mann verkörpert natürlich am besten die großartigen Werte der westlichen Vorzeigedemokratie – Spionage und Folter.
Echte Demokratie – die Macht geht vom Volk aus – zeigt derzeit Nordafrika der Welt, nicht Europa oder die USA.

sanginius schreibt:
Gott sei Dank entschieden diesmal die Leute auf der Straße über diesen Umsturz und die nächste Regierung und nicht die Herrschaften in Brüssel, Washington und Tel Aviv.


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Eine Antwort

  1. Was soll man dazu noch sagen. Wer mit derart gespaltener Zunge redet und nur mit Überzeugungskraft spielt, ohne Rückgrat, ohne aufrecht ein Ziel und eine Position zu verfolgen, von dem kann man nichts anderes erwarten! Das sind diejenigen, die sich immer mit den „Siegern“, mit denen, die im „Recht“ sind, wähnen wollen, ohne selbst etwas dafür tun zu müssen. Wenn die westlichen Politiker ihre Überzeugungskraft und ihre Glaubwürdigkeit bisher noch nicht verloren haben, WANN ist es dann so weit?
    Denkt wirklich jeder nur an seine eigene Tasche? Allahul musta3an.

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